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Dann ein kleines Batterie betriebenes Grundig Mono fuer Aussenaufnamen. Auch wenn es eher ein Spielzeug war. Aber mir hat es immer gute Dienste geleistet bei meinen Aussenaufnamen. Aber es war schon ein Kreuz das Teil auf die Berge mit zuschleppen. Es gab zu diesen Zeit auch schon das Uher, aber das war preislich nicht erschwinglich
Batterie-Tonbandgerät Grundig TK-1 Luxus

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Das hier gezeigte Batterie-Tonbandgerät TK-1 Luxus wurde zwischen 1962 / 1963 hergestellt.
Es ist mit den Halbleitern TF65 (3 Stck.), OC72 (2 Stck.), OC74 und dem OC602spez. für die Motorsteuerung bestückt. Als Anzeigeröhre wurde die DM71 verwendet.
Betrieben wird es mit vier Mono- und zwei Babyzellen.
Es hat die Größe (lxbxh in cm) 30 x 11 x 18.

























Diesem Grundig-Produkt wurde eine ganz bestimmte Krankheit, ja geradezu schon eine Seuche, mitgegeben: Die Gummibeschichtung der Andruckscheibe, die die Andruckwelle des Motors direkt aufnehmen muss, wurde nach rel. kurzer Zeit hart und spröde, so dass kein Antrieb mehr möglich war.
Die beiden folgenden Fotos zeigen eine solche Andruckscheibe: (Sämtliche folgenden Fotos wurden von Siegfried erstellt.)




Viele verhalfen sich mit O-Ringen, die aufgeklebt und abgeschliffen wurden - dies ist eine Möglichkeit; nur leider nicht allzu lange haltbar. Ich kenne keinen O-Ring, der eine Dauerbelastung standhält ohne nach kurzer Zeit ebenfalls spröde zu werden.

Siegfried fand (er erfand?), zumindest für dieses Gerät, "den Stein der Weisen", die Lösung zu diesem Problem.
Es ist dieses, in so gut wie jedem Haushalt verwendete Sanitär-Bauteil:


Das hier verwendete Material ist kein Gummimaterial; aber dennoch hat es, ähnlich wie bei Gummiwerkstoffen, eine gewisse fühlbare Adhäsion dem Finger gegenüber, wenn man darüberreibt. Dies fand Siegfried durch einen Zufall heraus - und die Idee war geboren.
Siegfried baute die Andruckscheibe aus meinem Gerät, entfernte das hartgewordene Gummimaterial und reinigte es sorgfältig von den Kleberüberresten.
Dann klebte er das oben gezeigte Sanitärbauteil mit JB-Weld, einem 2-Komponeten-Kleber, auf die so gereinigte Scheibe:




Die Andruckscheibe befestigte Siegfried an einer passenden Schraube, nachdem der Kleber ausgehärtet war. Die Schraube wurde dann mitsamt der Platte in eine kleine Drehbank gespannt und so, wie in den folgenden Fotos zu sehen, abgedreht und zum Schluss mit mittelgrobem Schmiergelpapier aufgeraut.


Die folgenden Fotos zeigen nun diese fertige Andruckscheibe, wieder eingebaut und sowohl im Vor- wie im Rücklauf als auch im normalen Modus einwandfrei funktionierend - und dies nun bereits seit immerhin vier Jahren, in welchem ich das TK-1 sehr oft nutzte um die schönen alten Oldies mit einer "authentischen Wiedergabe" zu genießen..:









Das folgende PDF-File zeigt das Schaltbild und die Bauteilelage auf der Platine; mit Dank an GFGF.org hierfür.

Aus dem Radiomuseum.org stammt das Blatt Grundig Technische Informationen - vielen Dank dafür an das Radiomuseum.

Von Siegfried stammt die Bedienungsanleitung, nochmals ein "dickes" Dankeschön an ihn!
Bedienungsanleitung zum TK-1 Luxus



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