EXPRESS war dabei: Standesbeamter heiratet zum 4. Mal

 
 

 

 

Köln –  
Er hat an die 7.000 Ehen geschlossen. Aber auch der kölsche Standesbeamte Günter Stommel selbst kann inzwischen auf eine beachtliche Zahl an Ehen blicken. Am Mittwoch heiratete er zum vierten Mal. EXPRESS war dabei.
„Diesmal ist es für immer“, sagte Günter Stommel nach der Trauung in der Rentkammer des Historischen Rathauses. Während der Zeremonie musste er sich immer wieder Tränen aus dem Gesicht wischen.
Stommels Braut Angelika Kattwinkel, die jetzt auch Stommel heißt, hielt seine Hand – für sie war es ein doppelt besonderer Tag: „Es ist auch mein 50. Geburtstag“, stellte sie fest.
Da sich ein Standesbeamter nicht selbst verheiraten darf, übernahm Petra Mechernich den Job. Ihr Handwerk hat sie bei Stommel gelernt. „Ich bin janz opjeräch“, gab sie ihre Nervösität zu – und erklärte unter Gelächter der rund 50 Gäste, wie Stommel seine vierte Frau kennenlernte:
„Es war hier in der Rentkammer, am 16. Juni 2006. Er traute gerade ein Brautpaar, doch sein Blick hatte sich an dessen Freundin Angelika geheftet. Er schob dem Brautpaar einen Zettel mit seiner Telefonnummer zu …!“
Sie rief ihn an, es funkte. „Sie ist die Richtige“, sagt Stommel. „Angelika ist die erste Frau, die kleiner ist als ich. Spaß beiseite: Wir leben seit vier Jahren zusammen und haben uns das gut überlegt. Es passt einfach.“
Das findet auch Martina Stommel (49). Sie war seine zweite Ehefrau, hat mit ihm die Söhne Achim (24) und Jan (22). Der Kinder wegen hat sie den Namen Stommel behalten, obwohl sie selbst bereits seit zehn Jahren wieder verheiratet ist – mit Gerd Neubüser (47). Alle vier kamen zur Trauung in die Rentkammer. „Hauptsache, Papa ist glücklich“, sagen die Söhne zur vierten Ehe Günter Stommels, der insgesamt sechs Kinder hat.
Angelika hat ihren Günter gebändigt: „Sie weiß, wie so was geht“, so Mechernich: „Sie arbeitet in einer Kita in Höhenberg.“ Die Jaworte wurden bejubelt, bevor die Frischvermählten ihre Eheringe von den Hörnern des Stoff-Hennes nahmen, der vor ihnen auf dem Tisch stand. Dann kann ja nichts mehr schiefgehen …