zurueck 

LK-Weser
ehem. Prototyp eines seegehenden Feuerlöschfahrzeuges

Für original Bilder und mehr INFO E-Mail  an Mich


LK-Weser
Dienstzeit: 28.01.1974 - 31.12.1998
Bordstempel
Werft
Schichau Unterweser AG Bremerhaven
Auftraggeber
Hansestadt Bremisches Amt Bremerhaven
Betreiber (ehem.)
Feuerwehr Bremerhaven
Typ
Löschkreuzer - Neubau Nr. 2247
Baujahr
1973, Indienststellung: Januar 1974
Länge über Alles
32,50 m
Breite auf Spanten
6,75 m
Seitenhöhe
4,06 m
Tiefgang (CWL)
1,80 m, Konstruktionstiefgang: 2,20 m
Vermessung
ca. 150 BRT
Unterscheidungssignal
DBML, Funkkennung FW: Florian 41
Antriebsart
1 MTU-16 Zylinder-Diesel-Motor  3000 PS bei 1790 U/min.
2 MTU-8 Zylinder-Diesel-Motoren je 750 PS bei 2200 U/min.
Geschwindigkeit
16 kn / im tiefen Wasser 18 kn
Feuerlöschanlage
3 Monitore, Nr. 3  17m über WL ausfahrbar, Wurfweite 90m, Wasserlieferung ca. 3000 l/min.
Anzahl der Pumpen
2, beide Pumpen können als Bergungspumpen über 4 vorhandene A-Anschlüsse geschaltet werden.
Pumpenleistung
360 m³/h bei 120 m WS ( 6000  l/min)
720 m³/h bei   58 m WS (12000 l/min)
Besatzung
3 Mann, Einsatzfall: 9 Mann verstärkt
Liegeplatz
1974-1998 Geestevorhafen
 Außerdienststellung: 31.12.1998 24:00 Uhr

Das erste seegehende Feuerlöschboot ( LK-Weser)  an der deutschen Küste lag seit dem 28. Januar 1974 in Bremerhaven einsatzbereit.
Mit dem als Prototyp für eine neue Generation von seegehenden Feuerlöschkreuzern geltenden Fahrzeug wurde für die BF Bremerhaven
eine Lösung gefunden, die den Sicherheitsvorstellungen für die Seeschiffahrt entsprach.

Das Einsatzgebiet des Löschkreuzers lag  in der Hafengruppe Bremerhaven, der Seewasserstraße und im Mündungstrichter
der Binnenwasserstraße Weser, sowie seewärts des Küstenmeeres (3-Meilenzone).

Eingesetzt wurde der LK "Weser" bei:
 - Bekämpfung von Bränden
- Technische Hilfeleistungen in der Gefahrenabwehr,
Sicherheitswachen.
LK
1  Rudermaschinenraum
8   Stauraum
2  Feuerwehrgeräteraum  (60 m³)
9   Fäkalien
3  Motorenraum 1
10 Kofferdamm
4  Motorenraum 2
11 Frischwasser
5  Treiböl
12 Leerzelle
6  Schaummittel ( 12,5 t )
13 Trimmzelle
7 Wohnräume
14
Im Feuerwehrgeräteraum haben ca. 5 t Löschgeräte gelagert. 
Zur Grundausrüstung gehörten unter anderen:
  240 m A-Schlauch
300 bar Kompressor
1200 m B-Schlauch
20 Preßluftflaschen
  900 m C-Schlauch
1 Brennschneidgerät
    60 m D-Schlauch
4 Flammenschutzanzüge
    30 m A-Saugschlauch
2 elektrische Tauchpumpen (600 l/min)
diverse:  Strahlrohre, Schaumrohre, Verteiler,
150 m E-Kabel
Zumischer, Zwischen- und Übergangsstücke
3  1000 W-Scheinwerfer, Handscheinwerfer

Nach 25 Jahren wurde am 31.12.1998 der Löschkreuzer außer Dienst gestellt.
Als Ersatz wurden 2 Schlepper als Feuerlösch-Schlepper umgebaut.
Bei Bedarf stehen sie der Feuerwehr Bremerhaven zur Verfügung.


Der außer Dienst gestellte "Löschkreuzer Weser" ist am 10. Mai 1999 nachmittags
zum letzten Mal aus der Geeste (Bremerhaven) ausgelaufen.
Das Spezialschiff wurde an einen niederländischen Gebrauchtmaschinenhändler verkauft und trat seine Überführungsfahrt
nach Stellendam in der Provinz Zeeland an.
"Der Löschkreuzer soll zur Bewachung von Bohrinseln und als Rettungsschiff zum Einsatz kommen", sagte Simon Sindorf,
Chef der Firma Sindorf Trading. Die Klassifikation ( G.L. + 100 A4K ) ging bis September 2001.


ex LK
ex Löschkreuzer "Weser" Juni 2004
ex LK
ex Löschkreuzer "Weser" Juni 2004

Die "Sepers Group" in den Niederlanden hat den ehemaligen Löschkreuzer "Weser" wieder instand gesetzt.

ex LK
ex Löschkreuzer "Weser" Juni 2006   Foto: Ad Sepers
Der Löschkreuzer "Weser" ist jetzt das Präsentationsschiff der Firma "Metaaldraaierij Sepers bv" in den Niederlanden.
Er soll auch an  maritime Ausstellungen in Holland teilnehmen.