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Beschriftung
Strauß-Lanner-Denkmal Johann Strauß Vater (1804-1849)und Josef Lanner (1801-1843) galten zur Regierungszeit des Bürgermeisters Karl Lueger (1844-1910) als die "popuaersten Schöpfer der Wiener Volksmusik". Deshalb beschloss der Stadtrat, für sie ein Denkmal aufzustellen, das 1905 enthüllt wurde. Anerkannte Künstler schufen das Monument. Den Gesamtplan und die Architekturteile entwarf Robert Oerley Präsident der Secession und der Gesellschaft österreichischer Architekten, Stadtplaner und viel beschäftigter Architekt für Villen und Gemeindebauten. Die Bildhauerarbeiten führte Franz Seifert aus, von dem die Entwürfe zahlreicher Denkmäler stammen (u.a. im Arkenhof der Universität, für G. Marcus, E. Suess, A. Fickert, F. Saar). Dennoch kam es zu Kontroversen um den Aufstellungsort. Vorangegangen waren heftige Grundsatzdiskussionen über die Aufstellung von Denkmälern, deren große Zeit nach der Ringstraßenepoche vorbei zu sein schien. Der Rathauspark blieb fast eineinhalb Jahrzehnte ohne Monumente. So sollten auch Strauß und Lanner auf einem kleinen Platz im 7. Bezirk postiert werden und auch im Rathauspark umgab man sie mit dichten Hecken. Die etablierten Ringstraßenarchitekten protestierten gegen das "kleine, versteckte Winkelchen", in welches das Denkmal verbannt wurde, Lanners Familie drängte besorgt für "mehr freien Platz". Die schlimmste Kritik kam von Otto Wagner, der die Rückseite der Anlage mit einem Pissoir verglich. Schließlich siegten die jungen Architekten, deren Argumente beim Bürgermeister Gehör fanden.
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